Festgeld für lange Laufzeiten – Tagesgeld für kürzere

Festgeldverzinsung: Wie funktioniert das eigentlich?

Kategorie: Aktuelles

Festgeldverzinsung: Wie funktioniert das eigentlich?
Festgeldverzinsung: Wie funktioniert das eigentlich?

 

Ein Festgeldkonto ist eine Anlageform, bei der das Kapital in einem Zeitrahmen, der zwischen einem und drei Jahren liegt, fest angelegt wird. Es sind jedoch auch Zeitspannen von nur wenigen Monaten bis zu zehn Jahren möglich. Die vereinbarten Zinsen spiegeln immer eine Berechnung der voraussichtlichen Entwicklung des Zinsmarktes wider und werden für die Laufzeit fest vereinbart.

 

Wovon hängt die Zinshöhe ab?

 

Die Zinshöhe richtet sich nach dem aktuellen Zinsniveau am Kapitalmarkt und nach den Leitzinsen, die die Europäische Zentralbank festlegt. Geht das Institut davon aus, dass ein Aufwärtstrend naht, werden auch die Zinsen entsprechend angehoben. Liegen die Leitzinsen besonders hoch, werden auch die Festgeldzinsen entsprechend hoch liegen und umgekehrt.

Eine Geldanlage in Festgeld lohnt sich allerdings nicht nur in Zeiten mit hohen Zinsen, sondern auch in Zeiten mit einem niedrigen Zinsniveau, wie derzeit. Der Vorteil von Festgeld liegt darin, dass bereits zu Beginn der Anlage feststeht, wie hoch der erwirtschaftete Zinsgewinn am Ende ausfallen wird. Generell liegt die Verzinsung von Festgeld höher als beim Tagesgeld. So bietet das Finanzinstitut MoneYou derzeit für Tagesgeld 1,05 Prozent und für Festgeld 1,25 Prozent. Doch was ist der Unterschied zwischen Tages- und Festgeld?

 

Festgeld für lange Laufzeiten – Tagesgeld für kürzere

 

Für ein Tagesgeldkonto sind die Zinssätze immer variabel und können jederzeit seitens der Bank korrigiert werden, sie sind also nicht für einen vorab festgelegten Zeitraum festgeschrieben. Dadurch können sich die Finanzinstitute schneller an den Markt anpassen.

Bei einem Festgeldkonto besteht diese Chance nicht. Daher muss die Bank möglichst genau vorhersehen, wie sich im Laufe der Geldanlage die Zinsen entwickeln werden. Das bringt für die Banken gleichzeitig ein höheres Risiko mit sich und diese kalkulieren daher die Zinsen bei einem Festgeldkonto lieber vorsichtiger als bei einem Tagesgeldkonto. Manchmal ist es sogar so, dass Festgeldzinsen bei ein und demselben Institut niedriger liegen als Tagesgeldzinsen. Steigt das Zinsniveau im Laufe einer Festgeldanlage, hat die Bank somit einen Vorteil – fallen sie, profitiert hingegen der Anleger von hohen Zinsen bei einem niedrigen Zinsniveau.

 

Bild: ©istock.com/ManuelBurgos

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