Rookie des Monats: Partymacher Sharu Kanth (22)

Der Party-Architekt

Kategorie: Rookie des Monats

Der Party-Architekt
Sharu Kant - Beruf: Veranstalter/Student - Wohnort: Essen-Stadtmitte - Geburtstag: 27.10.1989 - Sternzeichen: Skorpion - Hobbies: Fußball, Kino, Reisen
Der Essener Sharu Kanth arbeitet an vielen Fronten. In erster Linie ist er erfolgreicher Partyveranstalter und macht seit Jahren erfolgreich Partys in Essen und Umgebung. Ganz nebenbei regelt der 22-jährige sein Architekturstudium und betreibt eine Cocktail-Bar in Holsterhausen. 

 

Im zarten Alter von gerade mal 19 Jahren veranstaltete er die erste große Party in der damaligen Rossi-Bar. Später gründete er gemeinsam mit seinem Kumpel Cevin Parker »Uptown Rocker Entertainment«, das heute sowas wie ein Qualitätssiegel für die ganz besonderen Partys darstellt. Durch diverse Partyformate haben Sharu und seine Crew schon häufig unter Beweis gestellt, dass die feierwütige Meute in Essen hier besonders gut aufgehoben ist. Den Stress, den der Partyveranstalter durch seine Events, sein Architekturstudium und seine eigene Bar durchmacht, gleicht er aus, indem er an seinen freien Tagen um die Welt reist.

Wann und wie hat es angefangen mit dem Uptown Rocker Entertainment?

Angefangen hat es 2010, damals habe ich zusammen mit Cevin Parker eine erste Party in Düsseldorf veranstaltet. Cevin war zu dieser Zeit gerade regelmäßig im Fernsehen, weil er bei einer Tanz-Casting-Sendung mit Detlef D! Soost mitmachte. Wir beide kannten uns schon aus der Jugend und hatten vorher schon zusammen auf Partys gearbeitet. Unsere erste Party als Uptown Rocker haben wir dann kurze Zeit später im Checker’s in Düsseldorf veranstaltet.

Was ist es genau, das eure Partys so besonders macht?

Ich denke, das liegt daran, dass sich bei unseren Partys im Grunde genommen nur Freunde treffen und gemeinsam feiern. Jeder kennt jeden, egal ob Veranstalter, VIP oder normaler Partygast. Es gibt keine Unterschiede und es feiert einfach eine große Gemeinschaft zusammen. Ich glaube, dass es dieses »Wir-Gefühl« unserer Partys ist, was die besondere Stimmung ausmacht. Wir versuchen den Leuten immer jede Menge zu bieten und nehmen dabei Düsseldorfer Partys als Maßstab. Wir wollen denen in nichts nachstehen und mindestens das gleiche Level erreichen. Wenn die in Düsseldorf 1.000 Konfetti-Kanonen haben, haben wir halt 1.100 und wenn die 10 Tänzerinnen haben, haben wir 12! 

 

»Wenn die in Düsseldorf 1.000 Konfetti-Kanonen haben,
 nehmen wir halt 1.100!« 

 

Was erwartet die Leute sonst auf euren Partys?

Wir veranstalten vor allem Hip Hop-Partys, aber auch viele House- und Chart-Events. Unter anderem ziehen wir jeden Donnerstag die »Studentenparty UNIkat«, die »Würfel deinen Eintritt«-Reihe und natürlich die »Hangover«-Partys im Naked auf. Letztere sind dabei natürlich unser stärkstes Pferd. Uns war von Anfang an wichtig, unseren Gästen ein abwechslungsreiches Line-Up zu bieten, und neben  Ray Gee, DJ SK-One und DJ Turbo auch immer neue DJs aus NRW anzubieten. Auch wenn wir öfter mal was Neues anbieten, greifen wir natürlich auch immer wieder gerne auf unsere Kollegen und Mentoren  zurück. Das sind wirklich Kollegen, mit denen ich zuletzt auch im Urlaub in Kapstadt und Thessaloniki war.

Und, habt ihr das dortige Nachtleben ausspioniert?

Natürlich haben wir uns da auch das Nachtleben angeguckt. Es ist schon ein deutlicher Unterschied zu hier erkennbar. Sowohl die Vielfalt als auch das Publikum sind ganz anders. Wenn ich das mit dem Ruhrpott vergleiche, stelle ich immer wieder fest, dass alles hier seinen eigenen Charme hat. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass Essen Düsseldorf den Rang ablaufen kann und das nicht mehr lange dauert. Auch wenn Düsseldorf schon lange eine etablierte Szene hat, Essen ist auf der Überholspur.

Bei der Arbeit im Club: Sharu Kanth mit seinem Kumpel und Geschäftspartner Cevin Parker.

Wie kann man sich eure Arbeit bei den Uptown Rockern vorstellen?

Die Uptown Rocker sind im Grunde genommen eine große Clique, bestehend aus dem harten Kern Cevin, Johnny, Elias und mir. Früher hatten wir eine klare Aufgabenverteilung, was zum Beispiel Verantwortlichkeiten von Bookings, Medienauftritt, Specials auf unseren Partys, Promo usw. anging. Heute mischt sich das zunehmend. Cevin ist mittlerweile nach Berlin gezogen, arbeitet dort als Speditionskaufmann und hat seine eigene Modekollektion am Laufen. Ich betreibe mit meinem besten Freund Yaser eine eigene Bar. Da kann man mal sehen, was die Partyszene aus uns gemacht hat. (lacht)

Neben deinem Engagement bei Uptown Rocker Entertainment studierst du Architektur in Dortmund. Jetzt hast du auch noch eine Bar eröffnet?

Genau, die Byron Bay Shisha und Cocktail-Bar an der Holsterhauser Straße. Ein normaler Tagesablauf sieht bei mir momentan so aus, dass ich morgens in der Uni bin, mittags in meiner Bar und nachts im Club. Zwischendurch versuche ich zu schlafen. (lacht) Insgesamt ist das natürlich sehr stressig. Aber der Ausgleich, den ich mir dafür gönne, ist das Reisen. Ich habe jetzt schon alle Flüge bis zum Sommer nächsten Jahres gebucht. Dabei wird’s nach Shanghai, Australien, Bangladesch, Griechenland, Rom und Bali gehen. Diese Aussicht kann den Stress, der dazwischen liegt, definitiv kompensieren. 

 

 »Ich bin morgens in der Uni, mittags in meiner Bar und nachts im Club. Zwischendurch versuche ich zu schlafen.«

 

Im Grunde genommen hast du somit drei berufliche Perspektiven. Worauf legst du deinen Fokus besonders?

Ach, das kann ich so genau nicht sagen. Im Grunde genommen ist das was ich mache ja schon die Tätigkeit eines Veranstaltungskaufmannes, auch wenn ich keine Ausbildung gemacht habe. Daher habe ich anfangs sicherlich viele Fehler gemacht, aber auch daraus gelernt. Das Nachtleben ist ein hartes Geschäft. Weil die Konkurrenz groß ist, sollte man sich lieber keinen Fehltritt erlauben. Daher weiß ich wirklich noch nicht, wie es mit mir weitergeht. Das wird die Zeit schon zeigen. Manchmal denke ich mir, dass aus mir mal so ein Architekt wie Ted in »How I met your mother« wird und dann denke ich im nächsten Moment wieder ’Ne, das geht gar nicht’. (lacht)

Und was machst du, wenn du mal Freizeit hast?

Mich hat letztens jemand gefragt, ob ich überhaupt noch privat feiern gehe. Darauf habe ich geantwortet: ’Wenn ich die Zeit dazu habe, dann nicht’ (lacht). Ich bin wirklich froh, wenn ich mal einen ruhigen Abend haben kann, mich einfach mal mit Freunden treffe und wir einfach in Ruhe quatschen können.

Du bist im Elisabeth-Krankenhaus geboren. Wäre ein Umzug aus Essen für  dich überhaupt denkbar?

Essen ist einfach meine Mutterstadt und von daher für mich was ganz Besonderes. Das ist eigentlich kurios, aber immer wenn ich auf Reisen bin, merke ich häufig, wie viel unsere Stadt zu bieten hat. Hier gibt es idyllische Stellen und dann wieder dieses Großstadt-Feeling. Man hat hier alles was man braucht. Daher kommt das für mich nicht in Frage. Außerdem muss ich meine Partys auch weiterhin vorwiegend in Essen machen, allein schon damit meine Freunde nicht so weit fahren müssen.

 

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