Rookie des Monats: Frisörmeister Leandro Morante (21)

Dieser Beruf ist mein Leben

Kategorie: Rookie des Monats

Dieser Beruf ist mein Leben
Frisörmeister Leandro Morante (21)
Leandro Morante ist Friseur aus Leidenschaft. Mit gerade einmal 21 Jahren führt er erfolgreich seinen eigenen Salon »Look Hair by Morante«. Wer so früh dermaßen durchstartet, ist zu Recht unser erster Rookie des Monats.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im elterlichen Betrieb aufgewachsen, ist Leandro Morante mit dem Haareschneiden groß geworden. Bereits seit 26 Jahren führen seine Eltern erfolgreich den Familienbetrieb »Morante« mit Filialen in Rüttenscheid und Werden. Leandro Morante wurde bereits für den German Hairdressingaward nominiert und erhielt als jüngster Friseur der Welt die begehrte Auszeichnung als »Master of Art«.

 

Leandro, dir wurde das Haareschneiden sozusagen in die Wiege gelegt. Gab es für dich jemals eine Alternative zu diesem Beruf? Seitdem ich sechs Jahre alt bin, will ich Friseur werden. Schon damals fing ich an im Salon meiner Eltern auszuhelfen, hab den Gästen Kaffee gebracht oder den Boden gefegt. Ich bin also in den Beruf hineingewachsen und kann sagen: Dieser Beruf ist mein Leben.

Was begeistert dich am Friseurberuf?Es gibt Studien darüber, dass Friseure die glücklichste Berufsgruppe sind. Genau das haben mir meine Eltern immer vorgelebt und ich habe es zu schätzen gelernt. Mir macht es unglaublich viel Spaß, mit Schönheit zu arbeiten und Schönheit zu erkennen. Ich mag es sehr, Menschen glücklich zu machen. Wenn Kunden meinen Salon wieder verlassen, sehen sie gut aus und fühlen sich wohl. Das finde ich großartig.

Du hast es schon in jungen Jahren zum Top-Stylisten geschafft. Fasse doch mal kurz deinen Werdegang zusammen.Nach meinem Realschulabschluss bin ich direkt ein halbes Jahr an die Keller School in Stuttgart gegangen, der besten Friseurakademie Deutschlands. Dort hab ich die wichtigen Fertigkeiten des Berufs, wie das Fönen und Schneiden, gelernt. Der Input, den ich dort gekriegt hab, war riesengroß. Anschließend habe ich noch die Sassoon Academy in London besucht, eine der besten Adressen weltweit. Außerdem hab ich verschiedene Zusatzschulungen, beispielsweise bei Patrick Cameron, besucht. Diese gehen meistens nur drei bis fünf Tage, sind dafür aber sehr intensiv. Da trifft man auf absolute Vollprofis, die das Handwerk optimal vermitteln können. Im März 2009 habe ich dann meinen Abschluss als »Coiffeur Master of Art« gemacht.

Wie ist es für dich, deinen eigenen Betrieb zu führen? Das ist genau das, was ich immer wollte. Ich habe meinen Laden schon eröffnet, als ich im zweiten Lehrjahr war. Eigentlich wollte ich ihn schon mit 17 eröffnen, es ging aber erst mit 18. Ich hatte das Glück, dass ich mir sehr schnell einen großen Kundenstamm aufbauen konnte. Dabei habe ich natürlich auch viel von dem Know-how meines Vaters profitiert. Mittlerweile macht mir sogar der Bürokram einigermaßen Spaß. Während meiner Meisterschule hätte ich das nie gedacht. Natürlich ist die Arbeit auch oft anstrengend. An manchen Tagen bin ich bis zu 14 Stunden im Laden, aber ich mache das sehr gerne. Ich bin so aufgewachsen und habe gelernt, dass es unmöglich ist, wenig zu arbeiten und viel zu verdienen.

Du hast dir mit dem eigenen Salon schon frühzeitig den größten Traum vieler Friseure erfüllt. Welche Ziele hast du noch? Man ist mit seiner Entwicklung nie am Ende, es muss immer weiter gehen. Mein Ziel ist es, meinen Betrieb weiter ausweiten. In der Region Essen, Düsseldorf, Bochum würde ich gerne weitere Standorte aufbauen. Aber ich denke dabei höchstens an fünf oder sechs Salons, ich möchte keine 70 haben und zur Billigkette werden. Für einen vernünftigen Friseur-Salon ist der persönliche Bezug zum Kunden sehr wichtig. Genau das haben mir auch meine Eltern so vorgelebt und sie sind damit sehr gut gefahren.

Deine steile Karriere hat dir neben viel Aufmerksamkeit der Presse auch schon Fernsehauftritte verschafft. Ist es dein Ziel, ein bekannter Star-Friseur zu werden? Es war natürlich schön, als RTL damals auf mich aufmerksam wurde. Zu der Zeit war ich 18 und hatte grade meinen Salon eröffnet. Der Begriff Star-Friseur ist natürlich relativ. Denn im Grunde genommen bin ich auch jetzt schon ein Star-Friseur, da einige bekannte Leute zu mir in den Laden kommen. Aber das sind dann eher solche, die im Hintergrund agieren und sich nicht so ins Rampenlicht drängen.

Also ist es für dich kein Ziel, durch die Welt zu reisen und im Rampenlicht zu stehen? Nein, mein Ziel ist das eher nicht. Allerdings habe ich schon den Traum, irgendwann auch einmal auf die Bühne zu gehen. Es gibt Shows, bei denen berühmte Friseure wie Manfred Kraft oder Wolfgang Zimmer ihr Können vor Publikum zeigen. So etwas kann ich mir auch sehr gut vorstellen, aber ich würde immer parallel dazu im meinem Laden arbeiten wollen.

Du bist in Deutschland geboren und aufgewachsen, trägst durch deine Eltern aber spanische und italienische Wurzeln in dir. Reizt dich nicht manchmal das Leben unter der südlichen Sonne? Ich besuche meine Familie im Ausland sehr gerne, aber dort zu leben fände ich total schwierig. Ich würde schon sagen, dass ich sehr »verdeutscht« bin, denn ich schätze die Zuverlässigkeit und Professionalität in Deutschland. Außerdem lebt mein enger Familienkreis in Essen und ich bin hier seit sechs Jahren mit meiner Freundin Luisa zusammen. Ich fühle mich sehr wohl in Essen, hier ist mein Revier. Hier habe ich alles, was ich brauche. Außerdem habe ich mir mit meinem eigenen Salon schon etwas aufgebaut, das ich nicht missen möchte.

Was gefällt dir an Essen besonders? Ich liebe die »Rü«. Meiner Meinung nach ist sie eine richtige Gourmet- Meile geworden. Hier gibt es tolle Restaurants wie das Gallo, das Officina oder Pasta & Fish. Aber auch die Bars wie das Daktari, das Gregor`s oder Clubs wie das Essence mag ich in Essen sehr. Weil ich keinen Alkohol trinke, kann ich auch immer mit dem Auto fahren. Darüber freuen sich dann auch meine Freunde.

 

Weblinks:

www.look-morante.de

www.facebook.com/leandro.morante

www.facebook.com/MoranteBredeney

  

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