Die Gründer der Fanpage »I love Stadt Essen« im Interview

Zwei Lokalpatrioten erobern Facebook

Kategorie: Wie wird man ...?

Zwei Lokalpatrioten erobern Facebook
Simon Reufels und Kevin Baensch

 

Die Facebook-Seite »I love Stadt Essen« hat mittlerweile rund 6.000 Fans - und es werden immer mehr. Rookie traf die beiden Gründer Simon Reufels (24) und Kevin Baensch (22) zum Interview.

 

Eure Facebookseite ist sehr erfolgreich, mittlerweile habt ihr rund 6.000 Fans. Wie ist die Idee eigentlich entstanden? 

Simon:  Vor ein paar Jahren habe ich die Seite aus Spaß einfach mal gegründet, aber weiter nichts damit angefangen. Nach einem halben Jahr hatte ich dort plötzlich 150 Fans, obwohl auf der Seite gar nichts passiert war. Ich habe mich daraufhin mit Kevin bei einem Bierchen zusammengesetzt und gesagt: »Da müssen wir was draus machen!«. Also sammelten wir ein paar Ideen, was man unseren Fans anbieten könnte und starteten die Aktion »Stadtteil des Monats«. 

Kevin: Bei den Fans der Seite kam das super an und langsam aber sicher wurden es immer mehr. Dadurch wurden wir dann motiviert weiterzumachen.

 

Es kostet bestimmt viel Zeit, sich ständig neue Meldungen zu überlegen. Wie ist euer Team organisiert? 

Kevin: Zum Kernteam gehören  Simon und ich. Simon ist eher der kreative und ich bin eher der kommunikative. Dadurch ergänzen wir uns sehr gut. Desweiteren hilft uns noch meine Freundin Jessica, die als Fotografin für uns tätig ist.

 

Woher kommt euer Lokalpatriotismus und eure Liebe zur Stadt Essen? 

Simon: Wo soll man da anfangen?  Ich bin hier geboren und mein Ziel ist es, auch hier zu sterben. Ich hasse es sogar in den Urlaub zu fahren! (lacht)

Kevin: Mir war es früher gar nicht so bewusst, bis ich zwei Jahre lang in Mülheim gelebt habe. Mülheim ging mir so dermaßen auf die Nerven!  Da war wirklich tote Hose! Da habe ich erstmal gemerkt, was ich hier an meiner Stadt Essen habe. Außerdem bin ich schon immer ein treuer Fan von Rot-Weiss Essen und dadurch mit der Stadt verbunden. Essen hat viel zu bieten: Egal ob Action oder Erholung, es gibt viel Grün und den Baldeneysee. Deswegen liebe ich diese Stadt und möchte gerne etwas zurückgeben.

 

» Als ich in Mülheim wohnte habe ich erst bemerkt, wie viel die Stadt Essen eigentlich zu bieten hat. «

 

Macht ihr neben der  »I love Stadt Essen«-Seite noch andere Projekte?

Simon: Neben der Facebook-Seite  betreiben wir noch den Youtube Kanal »Ilse TV« auf dem wir Videos und Interviews mit Essener Köpfen veröffentlichen, zum Beispiel mit den Stauders oder mit RWE-Präsident Michael Welling. Außerdem haben wir ein neueres Projekt mit dem Namen »Ruhr.Story«: Eine Facebook-Seite auf der es Gedichte, Geschichten und Sprüche aus dem Ruhrpott zu lesen gibt.

Kevin: Desweiteren starte ich auch bald noch ein Projekt mit dem Namen »Wir sind Essen«, dabei werden Essener Persönlichkeiten, egal welches Alter, Beruf oder Status, in einer umfangreichen Fotostrecke ins Licht gerückt um ihre Identifikation mit unserer Stadt zu zeigen. Ich denke Essen ist eine Stadt, in der alles möglich ist und ich möchte zeigen, wie die Leute zu dieser Stadt stehen. 

 

Habt ihr für die Seite eigentlich irgendwelche Social-Media-Kurse belegt?

Kevin: (lacht) Nein, wir sind keine Profis, sondern wir machen alles nach Gefühl und weil es uns Spaß macht und nicht um Geld zu verdienen. Wir arbeiten außerdem immer daran noch professioneller zu werden. Ich sage immer: »Wenn es von Herzen kommt, dann klappt das auch«. 

 

Welche Beiträge kommen bei den Fans denn am besten an?

Simon: Die historischen Bilder aus unserer Stadt kommen bei den Fans am besten an, da sie bei vielen Usern schöne Erinnerungen von damals wecken. Es ist bemerkenswert, wie sich das Aussehen der Stadt im Laufe der Jahre verändert.

 

Wie sehen eure Ziele für die Zukunft aus und was wollt ihr noch erreichen?

Kevin: In Zukunft wollen wir natürlich noch viel mehr Fans gewinnen, uns weiter verbessern und neue Ideen für unsere Fans entwickeln. Außerdem arbeiten wir daran, uns selbstständig zu machen, um mit unserer Facebook-Seite Geld zu verdienen. Ein Bekannter von mir findet unsere Idee total gut und hat uns geraten, unser Hobby professionell zu machen und richtig anzugreifen. Deswegen treffen wir uns bald mit ein paar Social-Media-Experten einer Agentur, die uns Wege und Möglichkeiten zeigen wollen, wie wir professioneller werden und damit eventuell Geld verdienen können. Es wird sicherlich nicht leicht, das ist mir klar, aber wir würden uns irgendwann ärgern, wenn wir es nicht probiert hätten. Ich bin gespannt, ob es klappt. Als zweites Standbein werde ich aber noch ein Studium in soziale Arbeit absolvieren.

 

> facebook.com/ILoveStadtEssen

 

 

Ähnliche Artikel

logo

ROOKIE - DAS JUNGE MAGAZIN