Tobias Zamhöfer ist Fitness Experte und Personal Trainer

Wie wird man eigentlich Personal Trainer?

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Wie wird man eigentlich Personal Trainer?
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Der 34-jährige Tobias Zamhöfer ist Fitness Experte und Personal Trainer. Für seine Kunden ist er meist von sechs Uhr morgens bis spät abends im Einsatz. Als persönlicher Berater,Trainer und Motivator hilft er ihnen, besondere  Ziele zu verwirklichen.

 

Seit 2008 bist du selbstständiger Personal Trainer. Was genau heißt das?

Mit dem Konzept des Personal Trainings können wir Leuten ermöglichen, individuelle Zielstellungen zu verwirklichen. Zum Beispiel ihnen beim Abnehmen helfen, sie fit für einen Marathon machen, motivieren, bei der Ernährung beraten etc. Dabei trainieren wir entweder outdoor, bei den Kunden zu Hause oder in unserem Fitnessstudio. Das Einzeltraining ist viel effektiver als wenn man in einer Gruppe trainiert oder ganz allein.

 

Wen trainierst du?

Zu meinen Kunden zählen Promis oder renommierte Unternehmer sowie gut betuchte Privatpersonen in jedem Alter.

 

Wie bist du dazu gekommen, warst du schon immer so eine Sportskanone?

Ja, Sport hat mir schon immer viel Spaß gemacht. Ich bin ein  Mensch, der nie lange still sitzen kann. In meiner Jugend spielte ich leidenschaftlich gerne Fußball, Tennis und fuhr Rennrad. In der Schule hatte ich natürlich auch fast immer eine Eins in Sport.

 

Was hast du nach der Schule gemacht?

Nach der 10. Klasse stand ich einmal kurz davor, schon ins Berufsleben einzusteigen. Ich bewarb mich bei der Stadt um eine Ausbildung und wollte Beamter werden. Zum Glück wurde ich nicht genommen. Aus heutiger Sicht wäre dieser Job der Horror für mich gewesen. Ich könnte niemals einen ganzen Tag nur auf dem Bürostuhl sitzen. Nach ein paar Umwegen, die auch mit Prüfungsangst zusammenhingen, schloss ich mein Abitur schließlich doch ab. Nach Beendigung meines Zivildienstes, wollte ich ein Sportstudium anfangen. Dafür musste ich aber erst einen Eignungstest bestehen. Wer den kennt, weiß wie hart er ist.

 

Was muss man denn für diesen Test können?

Der Test ist selbst für extrem sportliche Menschen äußerst hart. Man muss sehr vielseitig sein, alle Sportarten drauf haben und technisch sauber ausführen können. Die Durchfallquote bei dem Test liegt bei über 70 Prozent. Oft ist es so, dass die Leute, die durchfallen, danach zur Polizei gehen (lacht).

 

Natürlich hast du den Test geschafft...

Glücklicherweise schon, auch ohne große Vorbereitung. Nur fürs Schwimmen musste ich vorher richtig üben. Schwimmen ist einfach die einzige Sportart, die ich nicht leiden kann.

 

Wie ging es dann weiter?

Nachdem ich die Prüfung geschafft hatte, begann ich also das Studium Sportwissenschaften auf Diplom in Bochum. Nach dem Grundstudium ging es weiter mit dem Schwerpunkt Reha und Prävention. Dabei lernt man viel medizinisches und therapeutisches Wissen. Während meines Studiums fing ich bereits an, nebenbei als freiberuflicher Fitnesstrainer zu arbeiten. Schließlich ergatterte ich eine Festanstellung bei der MTG Horst, dem größten Verein Essens, wo ich auch nach dem Studium weiterarbeitete.

 

Aber du wolltest lieber selbstständig sein?

Als ich 26 Jahre alt war, reifte die Idee in mir, mich als Personal Trainer selbstständig zu machen. Ich traf meinen alten Studienfreund Alex wieder, der inzwischen auch seiner Wege gegangen war. In Studienzeiten hatten wir immer super zusammengearbeitet. Wir wurden auch oft das »doppelte Lottchen« genannt.  2008 wurde Alex mein Kompagnon und wir gründeten unsere Firma »Körperarbeit«. Mit der Zeit bauten wir uns gemeinsam einen immer größer werdenden Kundenstamm auf.

 

Ist dieser Beruf dein Traumberuf?

Ja, das Tolle an dem Beruf ist, dass man oft sehr interessante Menschen kennenlernt. Oft entwickeln sich mit der Zeit auch richtige Freundschaften und mir werden sehr private und persönliche Dinge anvertraut – was mich einerseits ehrt,  andererseits auch manchmal belastend sein kann. Die Persönlichkeit und die Symphatie  mir gegenüber spielt eine große Rolle. Denn wer gibt schon viel Geld für jemanden aus, den man eigentlich gar nicht leiden kann? Der einzige Nachteil ist, dass ich kaum Zeit für meine Familie habe. Ich habe am Tag bis zu 12 Einheiten à 60min. Teilweise gehe ich schon um 6 Uhr morgens mit dem ersten Kunden joggen. Ich bin also immer inBewegung.

 

www.koerperarbeit.de

 


 

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