Markus Prünte betreibt elf McDonald's Filialen im Ruhrgebiet

Wie wird man eigentlich Big Mäc-König?

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Wie wird man eigentlich Big Mäc-König?
Markus Prünte betreibt elf McDonald's Filialen im Ruhrgebiet
 
Der gelernte Bankkaufmann Markus Prünte (42) hat es weit gebracht. Er war Geschäftsführer von unter anderem zwei Großraumdiskotheken im Ruhrgebiet, bis er mit 27 Jahren als Franchise-Nehmer bei McDonald’s einstieg. Heute gehören ihm elf Filialen im ganzen Ruhrgebiet.

 

War es die Liebe zum »Royal TS« der dich zum US-Konzern McDonald‘s verschlug?

Ich mochte die Produkte schon immer, aber eigentlich wollte ich damals in Soest nur Flyer für meine Disco auslegen, als ich auf das Unternehmen und das Franchising aufmerksam wurde. Mich faszinierte von Anfang an das Konzept von McDonald’s: die Logistik, Führungsstrukturen und die Qualität. Also beschloss ich damals, mich als Franchise-Nehmer zu bewerben.

 

Wie ging es dann weiter?

Ich war damals einer der jüngsten Bewerber. Viele belächelten mich, weil sie meinten, ich würde eh keine Chance haben und wäre viel zu jung. Das war mir aber egal und ich habe mich dennoch beworben – Die richtige Entscheidung, obwohl die 9 Monate Ausbildung hart waren. Ich lernte Burger braten und Müll sortieren, und alles andere was dazu gehört getreu dem Motto: Wer mal Chef werden will, der hat sich auch an der Nugget-Station zu bewähren, muss Toiletten putzen und Kaugummis abkratzen. Von Montags bis Freitags arbeitete ich in der McDonald‘s Filiale, bildete mich in verschiedenen internen Kursen weiter und an den Wochenenden betrieb ich weiterhin meine Clubs. Von irgendetwas musste ich ja leben. Das war eine anstrengende Zeit, aber ich bin dennoch stolz darauf, dass ich es gemacht und durchgestanden habe. Denn nach meiner Ausbildung wurde mir direkt ermöglicht, drei Filialen zu übernehmen.

 

Bildest du heute selber  aus?

Nein, dafür ist mein Unternehmen mittlerweile zu groß. Meine Restaurantleiter und die Personalabteilung sind jetzt dafür zuständig. Aber ich möchte, dass meine Mitarbeiter eine bestmögliche Ausbildung erhalten. Ich übertrage meinen Leuten gerne Verantwortung, so dass sie schnell lernen Probleme zu lösen und eigenständig Entscheidungen zu treffen. Hier kennt jeder, genau wie ich, sein Restaurant von der Pike auf, jeder hilft jedem und packt richtig mit an. Ich bin besonders von dem Teamgeist der großen McDonald‘s Familie begeistert. So wird es auch weiter von mir umgesetzt, mit Erfolg. 2008 und 2009 wurden Azubis von mir mit ersten Plätzen bei den DEHOGA Meisterschaften und 2008 mit dem »Azubi-Award« ausgezeichnet. Meine Philosophie ist: »Wir bilden nicht für den Markt aus, sondern wollen den guten Nachwuchs im eigenen Haus.«

 

Heute bist du 42 Jahre alt, sitzt in der Bundesweiten Franchise-Vertretung und beschäftigst knapp 450 Mitarbeiter in insgesamt elf Filialen. Was kannst du für einen Ratschlag geben?

Ich halte Franchising generell für eine tolle Chance für jeden, der sich mit geringerem Risiko selbstständig machen möchte. Man steigt in ein erprobtes Konzept ein, hat aber dennoch die Möglichkeit sich selber einzubringen. Ob McDonald‘s oder ein anderes Franchise-Unternehmen, bevor man sich für eines entscheidet, sollte man vorher natürlich gut recherchieren und sich erkundigen. Aber dann sollte dem Plan nichts mehr im Wege stehen. Meine persönliche Grundregel lautet immer: »Es gibt nichts was unmöglich ist!« Und natürlich: »Ich liebe es!«


Marcus Prünte trat 1992 bei McDonald‘s ein und leitet jetzt unter anderem die Essener Filialen am Porscheplatz, in Bergeborbeck, Altenessen und in Steele. Mehr unter www.mcpruente.de.

 


 

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